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Es werden Posts vom Juni, 2023 angezeigt.

Tag 14, Ruhetag in Mostar

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Die "Abdichtungsprobleme" bei Stephan und Thomas haben sich Gott sei Dank wieder gelegt. Thomas kann wie geplant seine zweitägige Heimreise über Split - Ancona - Trient antreten, während Stephan und ich einen Moped freien Ruhetag in Mostar beschließen.  Stari Most von Osten aus gesehen Gegen Nachmittag erreicht uns die Nachricht von Thomas, dass er gut auf der Fähre angekommen ist und vorher sogar noch Zeit für einen Badestop bei Omni hatte. Thomas auf dem Weg nach Split Nach einem Stadtbummel sind Stephan und ich in einem Lokal (Labirint) mit Blick auf die Brücke zum Abendessen eingekehrt.  Der Besuch kann bezüglich Ambiente und Qualität des Essens durchaus als lohneswert eingestuft werden, allerdings nur bis gegen 22:00 Uhr. Das ist wohl die Zeit, wenn die lokalen Versitzgruppen öffnen und ihren Inhalt in die Neretva leiten. Der Gestank begleitet uns bis zurück ins Hotel. 

Tag 13, 2215 km, Mostar

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Die Fahrt nach Mostar wird unser letzter gemeinsame Tag sein, da Thomas von dort den direkten Rückweg nach München antritt, während Stephan und ich die nächste Woche noch Zeit haben Bosnien-Herzegowina, Kroatien und Slowenien zu erkunden. Wir haben uns entschieden direkt von unserer Unterkunft oberhalb von Kotor auf der P15 nach Nordwesten Richtung Mostar zu fahren. Während sich die schmale Straße, angepasst an die karstige Landschaft, durch die Berge hinter Kotor schlängelt, taucht plötzlich aus dem Nichts eins dieser gelben Ungetümer auf, die uns auf unserer Fahrt bereits öfters aufgefallen sind. Gnadenlos frisst auch hier der Straßenbau seine neuen Wege durch die Landschaft. Was praktisch ist, ist leider nicht immer schön. Kurz nach dem Grenzübergang zu Bosnien-Herzegowina bei Vraćenovići erreichen wir den Bileca See. Ab hier kennt die Stimmung nur noch eine Richtung - abwärts. Stefan und Thomas reichen sich die Türklinke zum Klo bis n...

Tag 12, 2015 km , Skutarisee, Lovcen, Kotor

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Heute geht es zurück nach Süden in Richtung Küste nach Kotor. Der Höhepunkt des Tages ist der nördliche Teil des Skaturisee mit seinem  Biotop im Bereich des Flusses Crnojevica. Der Morgen beginnt mit einer Überraschung als mir meine Freunde ein Stück "Geburtstagskuchen" organisieren.   Happy Birthday Mit einem gefühlten Pfund Zucker und ½ Liter Honig im Magen geht's auf der sehr gut ausgebauten aber noch immer kurvenreicher  P5 über Niksic zügig nach Podgorica.  15 km hinter Niksic nutzen wir die Gelegenheit und machen einen Abstecher zum Kloster Ostrog. Der Bau aus dem 17. Jhrd. ist teilweise in den senkrechten Fels eingearbeitet.  Kloster Ostrag Südwestlich von Podgorica befindet sich der Zulauf des Flusses Crnojevica zum Skaturisee der sich mäanderformig durch die felsige Landschaft windet. Sikaturisee (Shkodar Lake) Die kleine Bergstraße Richtung Centije bietet immer wieder phantastische Ausblicke auf den...

Tag 11, 1815 km, Taraschlucht und Durmitor Nationalpark

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Heute führt uns der Weg durch das Durmitor Bergmassiv einschließlich der beeindruckenden Taraschlucht. Erst flogen wir der sehr gut fahrbaren Straße entlang dem Verlauf der Schlucht bis zur Tara Brücke.  In 172 m Höhe überspannt die, in die Jahre gekommene, Brücke den mit über 1300 m tiefsten Canyon Europas.  Die Schlucht in  Richtung Zabliak verlassend, erreichen wir die Hochebene des Durmitor Nationalparks.  Ein absolutes Highlight ist die Durmitor Ringstrasse. 80 km auf durchwegs asphaltierter, aber extrem schmaler und kurvenreicher Strecke geht es über 2000 m rauf und runter.   Blick auf den Sedlo (rechts)  Susica Schlucht Blick auf den Bobotov Kuk (2573 m) Etappe: 149 km, 8 Std. Mojkovac - Tara Bridge - Zabliak - Durmitor - Ringstrasse

Tag 10, 1664 km, Von Theth zur Taraschlucht

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Der heftige Regen während der Nacht hat sich gelegt und wir werden einmal mehr mit einem phantastischen Bergpanorama geweckt.    Bujtina Zemra e Traditës Nach einer kurzen Offroadstrecke zurück zur Hauptstraße verlassen wir das ThethTal wie gestern gekommen.  Durch die umgekehrte Fahrtrichtung und den morgentlichen Sonnenstand ergeben sich in Vergleich zu gestern ganz neue Eindrücke. Wenn es für Straßen Punkte gäbe, dann hätte die Strecke von Han I Hotit zur Grenze nach Montenegro bei Grncar die Höchstpunktzahl verdient.  Grenze Grncar Gewitterstimmung bei Plav (Montenegro) Nach dem Gewitter Etappe: 236 km, 9 Std. Theth - Koplic - Han i Hotit - Andrijevica - Kosalin - Moijcovac

Tag 9, 1.415 km, Koman Lake und Theth Nationalpark

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Der heutige Tag steht ganz im Zeichen der Fährfahrt über den aufgestauten Drin von Fierze nach Koman und die Fahrt in das Tal von Theth.  " Berisha", unsere Fähre Gerade noch schaffen wir es vor einem Gewitter das  Valbona Tal nach Fierze zu verlassen. Die anschließende 2½ stündige Fahrt durch die engen Schluchten des Koman Stausee ist landschaftlich beeindruckend.  Auf dem Koman Stausee An der Anlegestelle in Koman herrscht Chaos. Es geht von der Fähre direkt in einen 2 km langen, einspurigen Tunnel. Ankommende und  abreisende Autos gemischt mit Fußgängern irren durcheinander. Anlegestelle Komani Während der Zustand der Strecke von Koman nach Shkodra als Katastrophe bezeichnet werden darf, erleben wir wieder einen Höhepunkt unserer Tour auf dem Weg in das Theth Tal hinein.  War diese Strecke noch bis vor 2 Jahren nur wagemutigen Offroadfahrern vorbehalten, zieht sich jetzt ein durchgängiges, wenn auch ...

Tag 8, 1238 km Valbona

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Heute führt uns der Weg in den Valbona Nationalpark, ein Tal eingerahmt von 3 Seiten durch die höchsten Berge Albaniens.  Einfahrt ins Valbobatal Für den Weg dorthin haben wir uns für die SH 23 entschieden, eine für albanische Verhältnisse gut ausgebaute Straße durch die Hochebene nordöstlich des Drin. 20 km vor Bajram Curr  öffnet sich erstmals der Blick auf die Berge das Valbona Nationalparks, der uns bis ins Tal hinunter nicht mehr loslässt. Im Tal angekommen geht's über den aus dem Valbobatal herauslaufenden Fluß gleichen Namens. Valbonabach bei Bajram Curr Nach Ende der Alphaltstrecke führt ein Schotterpfad, teilweise im Flußbett, noch etliche km in den Talgrund hinein. Ab dort gibt es dann nur noch ein Steig in den  benachbarten Teth Nationalpark, der allerdings Wanderern vorbehalten ist. Bei der Suche nach eine Unterkunft war die Nähe zum Valbona Bach ein  maßgebliches Kriterium. Ein aufzi...

Tag 7, 1133 km, Krumë

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Als einfache Verbindungsetappe geplant, stellt der sich der Tag doch anstrengender dar, als erwartet. Die auf sämtlichen Karten als Hauptverbindung zwischen Libradhz und Peshkopia ausgewiesene Strecke entpuppt sich als über 50 km lange Schotterpiste. Ab Peschkopie schlängelt sich die Straße in unzähligen Kurven nach Kukes und gewährt dabei immer wieder beeindruckende Blicke auf den Koreb, mit 2752 m Albaniens höchsten Gipfel. Bei Kukes überqueren wir den aufgestauten Drin und fahren noch ein Stück in nord-westlicher Richtung Richtung Fierze.  28 km nördlich von Kukes finden wir in Krumë ein Nachtquartier.  Etappe: 185 km, 8,5 Std.  Dorez - Llange - Peschkopie - Kukes - Krumë